WISSEN für den Erfolg von morgen

„Wobei mancher die Systematik einer Honorarordnung verkennt, wenn er davon eine generelle Aussage erwartet, zu welchem Preis zahnärztliche Leistungen erbracht werden können. Dieser muss immer individuell und auf die Ausrichtung der jeweiligen Praxis bezogen durch den Zahnarzt als Freiberufler ermittelt werden.“
(Michael Schwarz, Präsident Bayerische Landeszahnärztekammer)
Abrechnungs-Fortbildung als conditio sine qua non
Was gestern noch im Lehrbuch stand, kann morgen bereits überholt sein. Die Halbwertszeit von Empfehlungen wird immer kürzer - sowohl bei zahnmedizinisch-fachlichen Themen als auch bei unternehmerischen Entscheidungen. Gleichzeitig werden die Behandlungsfälle immer komplexer. Die Schwierigkeitsgrade, bei der Ermittlung der Honorare wie auch bei deren korrekten Abrechnung, steigen gleichermaßen an. Die „Diskussion“ mit den privaten Krankenversicherern wird immer aufwendiger und zeitraubender. Und die Themen „Qualität“ und „Kosteneffizienz“ stehen zunehmend im Mittelpunkt dieser Diskussionen. Dabei ist Qualitätssicherung als Instrument zur besseren Patientenversorgung seit jeher in den Praxisalltag integriert. Behandlungs-Qualität ist nicht zum Nulltarif durchführbar. Die Leistung muss durch eine aufwandsgerechte Honorierung abgedeckt sein.
Erfolgreiches Honorar- und Abrechnungs-Management im Praxisalltag erfordern fundiertes Wissen und eine kontinuierliche Fortbildung. Bekannten sich bei der Frage nach den favorisierten Fortbildungsthemen noch vor einigen Jahren lediglich 10 bis 20 Prozent der Kolleginnen und Kollegen dazu, sich mit Bema, GOZ und GOÄ befasst zu haben, so ist diese Angabe zwischenzeitlich auf einen Wert von annähernd 60 Prozent gestiegen.
Die Abrechnung folgt der Leistung
Der Umgang mit dem Thema „Abrechnung“ geht auch heutzutage bei den Kolleginnen und Kollegen immer noch zu oft in die Richtung, dass die Abrechnungshelferin schon wissen wird, wie die Leistungen der Praxis abzurechnen sind. Nun sind in den Gebührenordnungen die Leistungen nicht immer so beschreiben, dass die Abrechnung ohne Weiteres erkennbar aus ihnen resultiert, oder auch nur ersichtlich ist, welche Leistungen nun abrechenbar und welche nicht abrechenbar sind. Hinzu kommt, dass häufig Gebührenpositionen für neu entwickelte Leistungen gänzlich fehlen und hier dann die Abrechnung in Analogie zu den vorhandenen Gebührenziffern der GOZ bzw. der GOÄ erfolgen muss - ein Streitfeld mit der PKV par excellence.
Alle Gebührenordnungen beruhen auf dem Grundsatz, dass die Abrechnung der Leistung folgt. Insofern ist das fundierte Wissen um die jeweiligen Behandlungskonzepte und um die individuellen Behandlungsabläufe in der Praxis die erste Grundvoraussetzung für ein professionelles Abrechnungsmanagement. Als zweite Voraussetzung müssen Behandlungssituationen daraufhin erkannt werden, wann ein zahnärztlicher Behandlungsabschnitt gebührenrechtlich beginnt, wann er endet und wann der nächste Abschnitt beginnt. Selbständig abrechenbare Leistungen, gesondert berechenbare Materialkosten, etc., müssen rechtssicher erkannt und dokumentiert werden. Transparenz in der Darstellung gewährleistet die Akzeptanz beim Patienten und die Durchsetzung des Erstattungsanspruchs beim Versicherer. Professionelles Honorarmanagement als dritte Voraussetzung erfordert die individuelle, qualitätsadaptierte Bepreisung der zahnärztlichen Leistungen auf Basis der betriebswirtschaftlichen Praxis-Kennzahlen.
Reibungsverluste, also letztendlich Honorarverluste, entstehen meistens an der Schnittstelle ZahnMedizin (Behandlungszimmer) / Abrechnung (Verwaltungsbüro) / Praxis-Controlling (Ermittlung und Einsatz der betriebswirtschaftlichen Praxis-Kennzahlen). Fehlende Vernetzung, d.h. weitestgehende Beschränkung von KnowHow und Kompetenz allein auf den zahnmedizinischen Bereich, weitestgehende Delegation des gesamten Abrechnungsthemas an die Praxisverwaltung sowie das Ausblenden betriebswirtschaftlicher Realitäten und Anforderungen führen heutzutage nicht mehr zum Erfolg. Zukunftsorientiertes Honorar- und Abrechnungs-Management resultieren einzig und allein aus der schlüssigen Interaktion von
- zahnmedizinischem Behandlungsverlauf,
- gebührenrechtlicher Bewertung,
- betriebswirtschaftlich stimmigen Praxis-Kennzahlen.
sehen - verstehen - individuell umsetzen
Mit DAISY-TV wurde ein Konzept entwickelt, das diese drei Parameter erstmalig im direkten Zusammenspiel sichtbar darstellt. DAISY-TV ist das Online-Portal für professionelles Honorar- und Abrechnungs-Management: Innovative ZahnMedizinische Behandlungskonzepte aus allen Behandlungsbereichen, eine qualitätsorientierte Honorarermittlung nach betriebswirtschaftlichen Kriterien sowie die korrekte Anwendung der Gebührenordnungen werden zeitlich unbegrenzt und örtlich flexibel als Online-Wissens-Bibliothek und Online-Fortbildung angeboten.
Das „Abrechnungshandbuch Implantologie“ ist nach einem vergleichbaren Konzept aufgebaut und wendet sich primär an die implantologisch tätigen Kolleginnen, Kollegen und Teams. In der weitergehenden Konzeption versteht sich das „AbI“ als ein interdisziplinärer Kommentar zu den abrechenbaren Leistungen bei der implantat-chirurgischen und implantat-prothetischen Versorgung von Patienten.
Neugierig geworden?
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Buchtipp:
BDIZ EDI (Hrsg.): Abrechnungshandbuch Implantologie (AbI), ISBN 978-3-86867-007-3
3.1 Gute GOZ-Kenntnisse sind nur die halbe Miete
3.2 WISSEN für den Erfolg von morgen
3.3 HOZ und Eckdaten eines Stunden-Honorarsatzes
3.4 HOZ und individueller Honoraransatz
3.5 Honorar- und Abrechnungs-Diskussion am Beispiel PAR
3.6 Praxis-Controlling & Co.
3.7 Steuerliche vs. Betriebswirtschaftliche Erfolgsrechnung
3.8 Kalkulation betriebswirtschaftlich stimmiger Honorare
3.9 Leistungsstundensatz vs. Kostenstundensatz
3.10 Neue Wege bei der Honorierung - nur Zukunftsmusik?
Die Internetzeitung der Zahnmedizin
Die Internetzeitung der Zahnmedizin mit dem umfassenden und objektiven Blick auf die aktuelle Nachrichtenlage. Deutschland: dentapress.de und international: dentapress.com
zahniportal.de
Alles rund um das Zahnmedizinstudium: Steckbriefe der Unis, Wissen, Werkstoffkunde, Studienplatztausch, etc. auf: www.zahniportal.de
zahnigroups
Die zahnigroups sind die offizielle Studiumscommunity aller Zahnmedizinstudierenden in Deutschland: www.zahnigroups.de

