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Steckbrief Parodontologie

Schon vor mehr als zehn Jahren hat die Vierte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS IV) bei Senioren und Erwachsenen erstmalig einen Kariesrückgang festgestellt. Nebeneffekt der erfreulichen Tatsache, dass die eigenen Zähne immer länger erhalten bleiben, ist die gestiegene Anzahl von Parodontalerkrankungen, denn mit höherem Lebensalter nimmt auch das Risiko für parodontale Erkrankungen zu.

Der Bedarf an auf Parodontologie spezialisierten Zahnmedizinern wächst. Über die folgenden Wege ist eine Fokussierung auf das Fachgebiet möglich: 

Fachzahnarzt für Parodontologie

Die Parodontologie ist der Bereich der Zahnheilkunde, der sich mit der Prävention, Therapie und Nachsorge von parodontalen, mukogingivalen und periimplantären Erkrankungen befasst. Eine Weiterbildung zum Fachzahnarzt für Parodontologie ist ausschließlich im Raum Westfalen-Lippe, also an der Universitätsklinik Münster möglich. Der angehende Fachzahnarzt muss anhand eines Operationskatalogs nachweisen, in seiner Ausbildungszeit alle parodontologischen Behandlungsmaßnahmen durchgeführt zu haben.

Mehr Informationen zum Fachzahnarzt für Parodontologie

Master of Science (MSc.)

Der Mastertitel ist ein europaweit anerkannter Abschluss, der von zertifizierten Universitäten – bei den Master-Studiengängen in der Zahnmedizin handelt es sich oft um private Hochschulen – vergeben werden kann. Die im Masterstudium zu erwerbenden Creditpoints werden nach dem für Europa einheitlichen ECTS-Standard („European Credit Transfer and Accumulation System“) vergeben.

Im Gegensatz zu Spezialistentiteln oder Zertifikaten erwerbt ihr also mit dem Master-Titel einen echten, zertifizierten Hochschulabschluss. Dennoch unterscheiden sich auch die im Bereich der Parodontologie angebotenen Masterstudiengänge in ihren Inhalten und ihrer Qualität.


Masterstudiengänge Parodontologie

DGParo-Spezialist für Parodontologie®

Da der Fachzahnarzt für Parodontologie nur bei der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe erworben werden kann, hat die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie seit 1992 die Ausbildung zum DGParo-Spezialist für Parodontologie® ins Leben gerufen. Die Ausbildung zum DGParo-Spezialisten für Parodontologie® ist nach Aussage der DGParo mit der zum Fachzahnarzt für Parodontologie identisch. Sie umfasst haltet ebenfalls ca. 5.000 Stunden, von denen zwei Jahre an einer Fachabteilung für Parodontologie einer Universitätszahnklinik oder vergleichbaren Ausbildungsstätten absolviert werden müssen. Die Abschlussprüfung wird vor einer Kommission der DGParo abgelegt.

Der Fachzahnarzt für Parodontologie und der DGParo-Spezialist für Parodontologie® können nach Angaben der DGParo als die am umfangreichsten ausgebildeten Parodontologen bezeichnet werden.


Tätigkeitsschwerpunkt Parodontologie

Zahnärzte, die auf dem Gebiet der Parodontologie mehrjährige Erfahrung gesammelt haben, können ihr Spezialgebiet bei den meistzen Landeszahnärztekammern als Tätigkeitsschwerpunkt anmelden. Regional gelten unterschiedliche Bedingungen für das Ausweisen des Fachgebiets, daher bitte immer bei der zuständigen Kammer Auskunft einholen!


Parodontologie

  • Tätigkeitsschwerpunkt Parodontologie
    • anerkannt in: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Schleswig-Holstein, Thüringen, Westfalen-Lippe
  • Tätigkeitsschwerpunkt Parodontosebehandlung
    • anerkannt in: Baden Württemberg, Bayern, Nordrhein

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