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Restaurative Versorgungen mit einem thermoviskosen Composite- Eigenschaften, Möglichkeiten, Anwendungen

Weiterentwicklungen in der direkten Restaurationstechnik mit Kompositmaterialien der letzten Jahrzehnte bestanden zumeist darin, die Anwendung der Komposite und Haftvermittlersysteme vor allem im Seitenzahnbereich zu vereinfachen und dennoch sicher und erfolgreich zu machen. Üblicherweise werden lichthärtende Komposite aufgrund ihrer Polymerisationseigenschaften und der limitierten Durchhärtungstiefe in Schichttechnik und Einzelinkrementen verarbeitet. Einen neuen Ansatz verfolgen sogenannte thermovisköse Bulk-Fill-Komposite.

Hierbei handelt es sich um ein bei Raum- und Körpertemperatur hochviskoses Kompositmaterial, das durch Erwärmung in einem speziellen Dispenser auf die Temperatur von etwa 68 °C in eine fließfähige Konsistenz überführt wird. Das Material ähnelt in seinen Eigenschaften dann klassischen fließfähigen Kompositmaterialien und kann optimal an die Kavitätenwände adaptiert werden. Dies erleichtert gerade in schwer zugänglichen und untersichgehenden Bereichen die Applikation und Adaptation des Materials. In der Folgezeit erreichen die Materialien innerhalb kurzer Zeit Körpertemperatur und gehen somit wieder in den hochviskosen, modellierbaren Zustand über. Das Material vereint somit die Fließfähigkeit eines niedrigviskosen Komposites während der Applikation mit der Modellierbarkeit eines stopfbaren Komposites. Da die gesamte Kavität mit demselben Material gefüllt werden kann, ergibt sich auch eine Zeitersparnis gegenüber kombinierten Systemen aus fließfähigen und modellierbaren Kompositmaterialien. Der Vortrag soll einen Überblick über die Entwicklung und deren klinischen Einsatz geben und diskutieren.

2 Fortbildungspunkte

Startdatum
24.02.2021 - 16:30 Uhr
Enddatum
24.02.2021 - 18:30 Uhr
Veranstalter