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Erstmals Frauenmehrheit im Vorstand der Berliner Zahnärztekammer

Bild: rawpixel.com

DÄB hofft auf Signalwirkung für die Besetzung von Gremien

| Bedeutet die Wahl in der Zahnärztekammer Berlin vom Donnerstag einen Durchbruch bei der paritätischen Vertretung in der Zahnärzteschaft? Der Deutsche Ärztinnenbund e.V. (DÄB), der auch die Interessen von Zahnärztinnen vertritt, hofft darauf. Im Jahr 2030 wird der Frauenanteil bei den zahnärztlichen Approbationen 70 Prozent betragen, prognostiziert das Institut der Deutschen Zahnärzte in Köln. „Schon jetzt stellen Zahnärztinnen in mehreren Kammerbezirken die Mehrheit der Niedergelassenen“, sagt Dr. Christiane Groß, Präsidentin des DÄB. „Es wird höchste Zeit, dass Frauen in der Standesvertretung mehr einflussreiche Positionen besetzen. Bisher sind jedoch fast alle Zahnärztekammern von einer geschlechterausgewogenen Vertretung noch weit entfernt.“

Lediglich in der saarländischen Zahnärztekammer steht momentan eine Frau an der Spitze. Und außer neuerdings in Berlin sind alle Vorstände mehrheitlich männlich besetzt. In Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern gibt es keine einzige Frau im Vorstand. „Das ist anachronistisch“, sagt Groß. „Wie sollen Standesvertretungen die Lebenswirklichkeit ihrer Mitglieder angemessen repräsentieren und zukunftsfähig entwickeln, wenn sie die weibliche Perspektive noch immer ausklammern?“

Dr. med. dent. Angelika Brandl-Riedel, Vorstandsmitglied des DÄB, erläutert: „Diese Entwicklung im Kammererbreich freut mich sehr, da mein besonderes Engagement schon seit langem der Unterstützung und Etablierung von Kolleginnen in Führungspositionen der Standespolitik gilt.“ Sehr engagiert zeigte sich hierfür der Vorstand der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), der eine Arbeitsgruppe zur Förderung der Beteiligung von Frauen in den Gremien der vertragszahnärztlichen Selbstverwaltung (AG Frauenförderung) ins Leben gerufen hat. „Die in der AG mitwirkenden Kolleginnen haben einen Maßnahmenkatalog erarbeitet, um eine angemessene Beteiligung von Frauen in den zahnärztlichen Gremien und den Führungspositionen in vertretbarer Zeit zu erreichen“, berichtet Brandl-Riedel.

In der AG waren Frauen aus der Vertreterversammlung der KZBV, aus den KZV-Vorständen und aus zahnärztlichen Organisationen auf Landesebene vertreten. Im Oktober 2020 wurde beschlossen, die aufgezeigten Maßnahmen zur Erhöhung des Frauenanteils aktiv aufzugreifen und somit die Repräsentanz von Frauen zu erhöhen. „So wird nun Frauen entsprechend ihrer zunehmenden Zahl im Berufsstand auch der Weg in das Engagement auf der Führungsebene der Selbstverwaltung geebnet. Dies ist als modern, zeitgerecht und angemessen zu beurteilen“, sagt Brandl-Riedel.

Vor diesem Hintergrund begrüßt der DÄB die vorbildhafte Entwicklung bei der Zahnärztekammer Berlin, in der nun 5 von 8 Vorstandspositionen von Frauen bekleidet werden, darunter ist die neue Vizepräsidentin Barbara Plaster. „Wir freuen und auch über das Eingangsstatement des wiedergewählten Präsidenten Dr. Karsten Heegewaldt“, sagt Groß. „Es entspricht der Situation im zahnärztlichen Beruf.“ Heegewaldt hatte gesagt, er freue sich über den sensationell hohen Frauenanteil im Vorstand.

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