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Ganzheitliche Berichterstattung — nicht der Fall der Süddeutschen?

Bildquelle: pixelio.de / innerwhispers

Für den Fall, dass ihr euch wundert, wenn euch beim Beratungsgespräch von dem einen oder anderen Patienten ein eher kühler Wind entgegenweht: Es ist nicht unwahrscheinlich, dass ein Bericht der Süddeutschen Zeitung diesen über ganzheitliche Betrachtungsweisen in der Zahnmedizin „aufgeklärt“ hat.

„Esoterik im Zahnarztstuhl“ lautet die griffige Headline des kürzlich erschienenen Artikels. Wer weiterliest erfährt, dass Handauflegen, Zuckerkügelchen oder auch mittels Säge entfernte „Störfelder im Kiefer“ Behandlungsmethoden sind, die Einzug in einige deutsche Zahnarztpraxen gehalten haben. So ist von „frei erfundenen ‚Zahn-Organ-Beziehungen‘“ die Rede und es wird mit der Urangst eines jeden Zahnarzt-Patienten gespielt, intakte Füllungen oder Überkronungen ausgetauscht oder gar gesunde Zähne gezogen zu bekommen. Das Ganze unterstützt von einigen Kammern und teils sogar finanziert von den GKV.

Werden eure so informierten Patienten euch nun offen ins Gesicht lachen, wenn ihr auf die Zusammenhänge zwischen Parodontitis und Herz-Kreislauferkrankungen hinweist? Durch Studien belegte Wechselwirkungen wie diese oder auch der seriöse Zweig der Ganzheitlichen Zahnmedizin werden in dem Artikel mit keinem Wort erwähnt. Und damit, geschätzte Süddeutsche, bleibt ein Teil der Wahrheit leider auf der Strecke. 

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