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KZBV-Kritik zurückgewiesen: BNZK betont die Bedeutung von Versorgungszentren in ländlichen Gebieten

Bild: Bigstockphoto / AntartStock / Vecteezy

Der Bundesverband für nachhaltige Zahnheilkunde (BNZK) hat in einer Stellungnahme die gestern veröffentlichte Positionierung der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) zurückgewiesen und bezeichnet diese als „sachwidrig“. Die KZBV betonte hierin die akute Gefährdung der zahnmedizinischen Versorgung durch die Beteiligung von Kapitalgebern. Aus Sicht des BNZK stellen Medizinische Versorgungszentren besonders in ländlichen Gebieten, in denen niedergelassene Zahnärzte und Zahnärztinnen häufig keine Nachfolger mehr finden, die Versorgung der Patientinnen und Patienten sicher.

Der Verband führt weiter aus, dass ländliche Versorgungszentren gesellschaftlichen Trends folgen, nach denen junge Zahnmediziner heutzutage weniger gern bereit sind, sich niederzulassen und Risiken und Herausforderungen einer eigenen Praxis tragen, eine Entwicklung, die verstärkt in ländlichen Gebieten zu beobachten sei. Invenstorengestützte ZMVZ können hier demnach eine sinnvolle Einrichtung sein, indem sie die Investitionen in moderne Behandlungstechnik und Personal sowie die damit verbundenen Risiken auf mehrere Schultern verteilen.

Mit einem Appell an den Gesetzgeber, vor dem Hintergrund der gegenwärtig von der KZBV geführten Debatte zum Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) auf sachfremde Regulierung zu verzichten, schließt der BNZK seine Stellungnahme.

Dass eine fortschrittliche zahnmedizinische Versorgung in ländlichen Regionen auch ohne branchenfremde Investoren gewährleistet werden kann, zeigt die von Zahnmedizinern jüngst gegründeten „Zahnärzte vor Ort e.G.“. Neben der genossenschaftlich getragenen Investition sind hier eigenverantwortliches Arbeiten und die Beratung durch erfahrene Kollegen wichtige Kernbestandteile des Konzeptes.

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