Parodontitis – rund ein Viertel in Mecklenburg-Vorpommern betroffen
Auch die Zahnärztekammer in Mecklenburg-Vorpommern appelliert in die-sem Zusammenhang an die Patienten, regelmäßig zur zahnärztlichen Kon-trolluntersuchung zu gehen. Präsident Prof. Dr. Dietmar Oesterreich „Wer das nicht tut, erhöht deutlich sein Risiko, im Zusammenhang mit einer Paro-dontitis Zähne zu verlieren. Wichtig sind die Früherkennung und eine regel-mäßige Nachsorge, da der am Zahnhalteapparat Erkrankte auch nach der Behandlung ein Risikopatient bleibt. Schließlich handelt es sich bei der Pa-rodontitis um eine chronische Erkrankung“.
Hohes Risiko bei Diabetes
Besonders wichtig sind Früherkennungs- und Nachsorgeuntersuchungen zu Parodontitis bei Zuckerkranken. „Zahnentfernungen nach einer Parodontitis-Therapie erfolgen bei Diabetikern deutlich häufiger. Bei jungen Diabetikern ist das Risiko mehr als doppelt so hoch wie bei gleichaltrigen Nicht-Diabetikern“, sagt Henning Kutzbach. Als Konsequenz daraus solle die re-gelmäßige Kontrolle auf Parodontitis zum Bestandteil der bereits bestehen-den strukturierten Behandlungsprogramme für Diabetiker werden.
Kosten für die Kontrolle bezahlen die Krankenkassen
Die Krankenkassen übernehmen halbjährlich die Kosten für eine Kontrollun-tersuchung beim Zahnarzt. Zudem werden jährlich die Kosten für die Entfernung von Zahnstein und Belägen sowie alle zwei Jahre für eine erweiterte Parodontitis-Untersuchung übernommen.