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Studie zum Mundgesundheitsverhalten von Kindern und Jugendlichen in Deutschland

Bild: shutterstock / fotoinfot

In der Prävention von Karies und Parodontitis spielt das Mundgesundheitsverhalten eine wichtige Rolle. Dieser Beitrag beschreibt Prävalenz, Determinanten und Trends von Zahnputzhäufigkeit und Inanspruchnahme zahnärztlicher Vorsorgeuntersuchungen.

Die Analysen basieren auf Daten der zweiten Folgeerhebung der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS Welle 2, 2014 – 2017). Die Ergebnisse zeigen, dass mit rund 80 % die Mehrheit der Kinder und Jugendlichen die Empfehlungen zur Zahnputzhäufigkeit sowie zur Inanspruchnahme zahnärztlicher Vorsorgeuntersuchungen erfüllt. Rund ein Fünftel der Kinder und Jugendlichen erreicht die Empfehlungen nicht. Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren sowie Heranwachsende mit niedrigem sozioökonomischen Status und mit Migrationshintergrund stellen sich als besondere Risikogruppen heraus. Im Vergleich zur KiGGS Basiserhebung (2003 – 2006) haben sich die Zahnputzhäufigkeit und die Inanspruchnahme zahnärztlicher Vorsorgeuntersuchungen verbessert.

Zwar zeigt sich diese positive Entwicklung in fast allen analysierten Bevölkerungsgruppen, die in der Basiserhebung identifizierten Risikogruppen bestehen in KiGGS Welle 2 allerdings fort. Zielgruppengerechte Maßnahmen zur Förderung des Mundgesundheitsverhaltens in jungen Jahren sollten insofern aufrechterhalten beziehungsweise ausgebaut werden.